Refraktive Chirurgie - Augenlaser - LASIK

Die LASIK (= Laser-In-Situ Keratomileusis) ist aktuell - nach wie vor - eine sehr populäre Methode in der refraktiven Laserchirurgie.

Vorteil: Sofort gutes Sehvermögen und schmerzfrei scharfe Sicht.
Die Operation wird unterhalb der schmerzempfindlichen Hornhautoberfläche vorgenommen - das oberflächliche Epithel muß nicht erst nachwachsen.

Bei den beiden alternativen Behandlungsmethoden LASEK und PRK, die wie die LASIK auch mit dem Excimerlaser durchgeführt werden, ist dieser Vorteil in dieser Form nicht vorhanden.
LASEK = Laser-epitheliale Keratomileusis; PRK = photorefraktive Keratektomie


Eine Mindestdicke der Hornhaut muss vorhanden sein. Danach wird mit einem Hornhautmesser oder einem Laserskalpell (bei der Femto-LASIK) eine dünne Lamelle (in der Regel 130 bis 160 µm dick, sogenannter Flap) von der Hornhaut einseitig gelöst und inklusive des schmerzempfindlichen Epithels zur Seite geklappt. Auf dem darunterliegenden Gewebe wird dann mittels Excimer-Laser die Korrektur vorgenommen, indem Hornhautzellen (Kollagenfaser) aufgespalten und abgetragen werden. Nach Ende der Behandlung wird die Hornhautlamelle wieder an den ursprünglichen Platz zurückgeklappt und positioniert. Das Epithel verwächst im äußeren Bereich des Flaps selbständig innerhalb von ein bis zwei Tagen. Ein festes Verwachsen der gesamten Schnittfläche nimmt jedoch mehrere Wochen bis einige Monate in Anspruch.

Femto-LASIK

Bei der Femto-LASIK wird im Gegensatz zur klassischen LASIK der sogenannte Flapschnitt nicht mit einem computergesteuerten mechanischen Messer ausgeführt, sondern mit einem Femtosekundenlaser, der ultrakurze Lichtpulse von einigen 100 Femtosekunden (1 fs = 1·10-15 s) aussendet (Laserskalpell).

Wie bei der klassischen LASIK wird die Fehlsichtigkeit durch Abtragung der Hornhaut mit dem Excimer-Laser korrigiert. Zum Schluss wird die vordere Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Sie saugt sich fest und verschließt die Hornhaut wieder.

Im Gegensatz zur klassischen LASIK kann die Operation bei einem fehlerhaften Schnitt abgebrochen werden, die Blasen diffundieren nach einigen Minuten und die Hornhaut findet wieder zur Ausgangsform zurück. Flapschnitte, die mit dem Femtosekundenlaser ausgeführt werden, sind präziser als solche, die mit dem mechanischen Mikrokeratom ausgeführt werden. Die Abweichungen zur vorgesehenen Dicke betragen nur noch 10 Mikrometer statt 30 Mikrometer. Der dünnstmögliche Femto-Flapschnitt beträgt 90 Mikrometer, der entsprechende mechanisch erzeugte Flapschnitt dagegen 130 Mikrometer. Insbesondere weitsichtige Augen haben häufig eine nicht mittig zur Hornhaut stehende Pupillenposition. Bei der Femto-LASIK wird der Saugring auf die Mitte zentriert. Da es bei der optischen Korrektur auf jeden Mikrometer ankommt, ist das ein großer Vorteil gegenüber der klassischen LASIK.